Eine kleine Urlaubsgeschichte von Juliane K. aus Mönchengladbach

Ich habe von einem lieben Hausgast eine Geschichte bekommen, die ich Euch nicht vorenthalten will!

Verträumt lasse ich noch meine Augen zu. Viel zu bequem ist das kuschelige Bett, die Daunendecke raschelt so angenehm, wenn ich mich bewege. Ich höre das leise Atmen von meinem Freund Lukas- sonst ... nichts. Die Luft ist frisch, ich habe nachts das Fenster aufgelassen und die kühle Winterbrise streichelt meine Nase. Herrlich.

Ich lasse das Alles tief auf mich wirken und schlage dann langsam aber sicher doch meine Augen auf. Mein erster Blick geht zur Uhr. 6.00 Uhr morgens. Mein zweiter Blick geht zum Fenster hinaus. Der Ifen. Die oberste Spitze wird von der Sonne angestrahlt, langsam zieht die Helligkeit den Berg hinunter und lässt mir freudig das Herz hüpfen bei dem Gedanken, dass ich in wenigen Stunden dort sein werde.

Ich überwinde mich dazu, das flauschige Nest zu verlassen und steige unter die Dusche. Das Wasser läuft mir heiß über den Rücken und zum Abschluss lasse ich noch kaltes Wasser meinen Kreislauf in Schwung bringen. Ich föhne mir die Haare und rieche aufgebrühten Kaffee und frisch gebackene Brötchen.  Schmunzelnd stelle ich mir unsere Wirtin Michi vor, wie sie emsig das Frühstückbuffet für uns und die anderen Gäste herrichtet. Immer frisch, immer regional, immer köstlich. "Habt Ihr einen Eierwunsch?", fragt sie uns jeden Morgen. Und wir haben Eierwünsche. Mal Rührei mit Speck, mal Spiegelei, Mal Omfelette mit Käse überbacken, manchmal auch nur ein einfach gekochtes Ei. Von den selbstgemachten Marmeladen bekomme ich nie genug und die Brötchen- und Cerialienauswahl ist famos.

Gut gestärkt kann ich es kaum erwarten, endlich auf die Piste zu kommen und meine Schwünge zu ziehen. Ich erkundige mich noch kurz bei der Michi über die aktuellen Wetter- und Pisteninformationen und bekomme ungefragt noch ein paar Insidertipps für gute Einkehrmöglichkeiten dazu.

Hinter dem Haus schnalle ich mir die Ski an und bin schon direkt auf der Skipiste. Ich fahre das kurze Stück zum Schwandlift hinunter; das ist ein richtig süßer Ankerlift aus den 60ern, bei dem Kindheitserinnerungen wach werden. Von der Bergstation aus führt die Piste schnurstracks zur Kanzelwand, wo ich überhaupt nicht anstehen muss, weil ich ja früher dran bin als die anderen Langschläfer. Lukas liegt noch im Bett, er möchte gerne ausschlafen und später dazustoßen. Kein Problem, hier im Tal ist alles so heimelig und übersichtlich, dass man sich jederzeit und überall verabreden kann.

Die Gondel bringt mich schnell ins Skigebiet und ich staune wieder mal auf´s Neue, wie die Landschaft hier aussieht. Steile weiße Hänge schmiegen sich an die Gipfel. Wenn man gut hinsieht, entdeckt man in der Ferne die eine oder andere Gams. Es ist alles so freidvoll, ich halte inne und danke demütig für diesen Moment.

Ich atme tief durch und ziehe die ersten Schwünge- es fühlt sich an wie fliegen. Die ganze Talabfahrt für mich allein genieße ich in vollen Zügen die perfekt präparierte Piste. Unten angekommen gehe ich nur über die Straße und kann schon nach wenigen Minuten in den Ifenbus einsteigen. Jetzt bin ich im Paradies. Von der Gondel aus links erstreckt sich erhaben das majestätische Massiv des langgezogenen Berges, rechts habe ich eine fantastische Aussicht über Riezlern und das Allgäu- weit und klar ist die Sicht. Die Pisten sind in top Zustand, ich fahre alle der Reihe nach ab und kann mich einfach nicht entscheiden, welche mir am besten gefällt, darum fahre ich noch mal. Und noch mal.

Lukas ist inzwischen bei mir und gemeinsam staunen wir über dieses eindrucksvolle Panorama. Wir ziehen Schwung um Schwung, zwischendurch kehren wir auf ein Süppchen und einen Jagatee ein, und schon geht´s wieder weiter bis die Lifte schließen.

Wieder daHeim duftet es im ganzen Haus nach warmen Kräutern und Gewürzen. Neugierig schau ich in die Rezeption, von wo aus ich die Michi in ihrer Küche am Holzherd in einem riesigen Kochtopf rührend stehen sehe. Auf meinen fragenden Blick lacht sie und erklärt mir, dass das das leckere Bratkartoffelöl wird, in dem sie uns morgens immer die Spiegeleier brät. "Aber jetzt trink ma erst mal as Schnäpsle und Ihr erzählt mir, wie Euer Tag war" meint sie dann breit grinsend. Müsste ich mir eine Beschreibung für sie einfallen lassen würde mir spontan der Ausdruck "Hausmütterchen aus Leidenschaft" in den Sinn kommen.

 

Das war nur einer von sieben Tagen, die wird im Kleinen Walsertal verbringen durften und wir können es jetzt schon wieder gar nicht erwarten, bis wir endlich wieder dort sein werden.

Das Apartment bei Michi ist bereits für uns gebucht und der Schnee ist bestellt- Sonnenschein inklusive.

Vielen DAnk, liebe Juliane, dass Du mir die Geschichte geschenkt hast und dass Du mir erlaubst, sie hier zu veröffentlichen! Ich freu mich auf ein Wiedersehen!

Gästehaus Wiesengrund, Kleinwalsertal, Ferienwohnungen, Zimmer

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Michaela Heim

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